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Sein Debüt als Kurfürst Friedrich Wilhelm gab Kenneth Garrison am 24. Januar 2004 in Den Haager Danstheater. Da diese Oper von Henze den meisten Opernliebhabern unbekannt ist, haben wir uns entschlossen, hier ein paar Hintergrundinformationen niederzuschreiben. Ende der 50er Jahre wandte sich Hans Werner Henze dem umstrittenen Stück von Heinrich von Kleist zu. Als Librettistin fungierte Ingeborg Bachmann (sie schrieb auch das Libretto für "Der Junge Lord"). Der Verlauf von Kleist Drama wurde im Großen von Frau Bachmann (1926-1973) beibehalten. Allerdings mußte der Text um ca.1/3 gekürzt werden. Somit blieben von den ursprünglichen 5 Schauspielakten noch 3 Opernakte mit insgesamt 10 Szenen. Die 15 Schauspielrollen (ohne Statisten) wurden auf 7 Operninterpreten geschrumpft. Dazu kommen noch 3 Hofdamen, drei Offiziere, ein Wachtmeister, u. w.. Leider fiel bei der Vertonung der einige große und einzige Monolog des Kurfürsten der Kürzung zum Opfer. Die sehr markante Charakterisierung von Kleists Stück wurde durch Henzes musikalische Unterstreichung zu einem intensiv wirkenden und psychologisch durchdachten Musikdrama. Auch wie manchmal im realen Leben wirkt das Stück im Augenblick der Leidenschaft ernüchternd. Der Prinz von Homburg wurde 1958/59 fertig gestellt, aber erst am 22. Mai 1960 in Hamburg uraufgeführt. Taufpate am Dirigentenpult war Leopold Ludwig. Die Darsteller agierten in einer Inszenierung von Helmut Käutner. Premierenbesetzung in Den Haag
Wir danken Frau Annelies Lamm und Ihrem Gatten für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung der obigen Bilder!
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